Selbstbetrug

Nachdem ich meinen Diebstahl an der Spendenkasse bekannt habe, versuche ich zu durchleuchten, wie es dazu kommen konnte und weshalb ich gerade im finanziellen Bereich so Panik vor Mangel habe. So richtig bin ich noch nicht dahinter gestiegen. Ich hoffe, dass sich in meiner nächsten Gesprächseinheit etwas offenbart.

Während ich so gegrübelt habe, wurde mir immer klarer, dass ich mich sehr gerne selbst belüge und richtig gut darin bin. Ich habe es quasi perfektioniert, anderen und mir glaubhaft zu machen, dass ich eine arme, mittellose, vom Schicksal gebeutelte Frau bin. Vielfältig begabt und talentiert. Energievoll und fröhlich.
Doch in Wahrheit ist das gar nicht der Fall.

Das bedeutet nicht, dass ich im Geld schwimme, das Leben keine Fausthiebe für mich übrig hatte und ich untalentiert bin. Aber es bedeutet, dass ich scheinheilig und unehrlich bin – zu mir selber und zu anderen – weil ich nur das hilflose Mädchen nach außen habe scheinen lassen.

Ich wollte Verantwortung abschieben und mein inneres kleines Mädchen nochmal leben lassen. In einem bestimmten Rahmen ist es gut, auf sein inneres Kind zu hören, oder mit ihm zusammen zu arbeiten. Aber nicht, wenn es dazu dient, sich dem täglichen Leben zu entziehen und andere zu manipulieren.

Wenn ich mir das Wort SELBSTBETRUG genauer ansehe, dann fällt mir auf, dass es im Grunde zwei Worte sind SELBST und BETRUG. Betrug ist auch das Präteritum von BETRAGEN.
Das mag von der Etymologie nicht korrekt sein, doch es fällt mir ins Auge.
Zwei Gedanken kommen mir bei dem Wort SELBSTBETRUG:

  1. Selbst Betrug – Selbst Betragen = das eigene Verhalten
  2. Selbst Betrug – Selbst Tragen = das eigene Selbst Aushalten

Manchmal denke ich, wir können uns und unser Verhalten nur dann aushalten, wenn wir uns täuschen und belügen. So geht es mir zumindest immer wieder. Schaue ich mich an, mein Denken, Verhalten, Reden und Fühlen, dann muss ich mir leider eingestehen, dass ich ein negativ denkender Mensch bin, der andere gerne manipuliert und auf Mitleid aus ist. Außerdem rede ich oft viel Unsinn, Hohlphrasen und lüge ohne Grund. Meine Gefühle lasse ich meistens über mich herrschen statt anders herum. (Selbst-) Mitleid ist mir das liebste Gefühl, danach kommt depressiv sein und das tiefe dunkle Schwarz meiner Selbst.

Tja, das ist die Wahrheit über mich.

Traurig. Beschämend. Desillusionierend.

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Gnade – wenn du nicht bekommst, was du verdienst Teil 2

Ich habe Mist gebaut. So richtig Mist.

Konto leer, Geldbeutel leer, Zigarettenschachtel leer. Und ich habe mal wieder Buchladendienst. Neben dem PC haben wir eine kleine Schatztruhe stehen für Spenden oder Trinkgeld. Als ich am Abend die Kasse zähle, zähle ich auch das Spendenkässchen. 13€ sind drin. Wow, das ist viel.

Langsam schleicht sich in mir der Gedanke ein, dass ich ja ein bisschen was davon abzweigen könnte. Für Zigaretten.

Ich zähle also die Truhe und mache Münzenhäufchen. Viel Kleinkram dabei, doch das große Geld, die 2€ und 1€ Münzen, die ergeben 8€.
Während ich so am Zählen bin, kommt der Kollege zur Tür rein. Schnell tue ich geschäftig.

Er hat nichts bemerkt, puh.

Schnell stecke ich die 8€ in meine Hosentasche und mache geschäftig weiter.

Als ich nach Feierabend dann zur Bushaltestelle laufe fühle ich in mir ein starkes Gefühl. Eine Mischung aus Trotz, Stolz, Scham und schlechtem Gewissen.

Einige Tage halte ich das Gefühl aus, wobei die Scham immer größer wird.

In den Gebetszeiten, am Lobpreisabend, bei meinen Ladendiensten, in Gesprächen – überall heuchel ich herum und tue wie eine fromme, gesalbte Christin. Doch dieser Diebstahl zerfrisst mein Herz von innen.

Schon als ich gestohlen habe, wusste ich, dass ich diesen Diebstahl irgendwann zugeben muss. Farbe bekennen muss. Und so war es auch gestern.

Susanne (die Vereinsvorsitzende vom Buchladen) war gestern zum Gebet bei uns zuhause. Nach dem Gebet – an dem ich nicht teilgenommen habe – rief sie mich zu sich und drückte mir 10€ in die Hand mit den Worten „Für die Osteraktion im Laden.“ (zur Info: wir wollen eine Osteraktion mit Kuchen und Pralinen im Laden anbieten und ich bin dafür zuständig).
Und als ich das Geld in den Händen hielt, brannte es wie Feuer.

Ich musste es sagen.

Ich sagte es.

Eigentlich rechnete ich damit, die Arbeit im Buchladen nicht weiter machen zu können. Ich sehnte mich nach Strafe, Gebrüll und harten Konsequenzen. Ich sehnte mich nach Schläge. Einer Ohrfeige.

Doch stattdessen.
Bezahlte Susanne meine Schulden und legte noch 2€ drauf.

Keine Anklage. Keine Schimpfe. Ja, strenge Worte und Ermahnung. Aber in Vergebung getränkt.

Das hatte ich nicht erwartet.
Das ist Gnade.
Das ist, wenn man nicht bekommt, was man verdient.

Gott und so…

Heute schreibe ich mal wieder nach einer viel zu langen Pause. In der Zwischenzeit bin ich mal wieder umgezogen und gewöhne mich nach und nach in meiner neuen Umgebung ein. Besonders freut es mich, dass in der neuen WG eine Katze wohnt. Amy ist ihr Name. Sie tut mir sehr gut und hilft mir, nachts zu schlafen. Ich fühle mich beschützt und geborgen, wenn sie abends in mein Zimmer kommt und sich am Fußende in yogagleiche Verrenkungen begibt, während sie schläft.

Die Zeiten mit meinen beiden Mitbewohnern – eine Ehepaar – sind sehr wertvoll. Sie helfen mir indem sie offen über Dinge sprechen, die sie lernen mussten. Beispielsweise den guten Umgang mit Geld. Nun unterstützen sie mich dabei, einen ebenfalls guten Umgang mit Geld zu erlernen und beizubehalten.
Ich weiß, dass ich bei ihnen bedingungslos ehrlich sein kann. Das tut mir gut.

Es ist schön, gemeinsam in der Bibel zu lesen, Lobpreis zu machen und zu essen. Die beiden sind so normal. So bodenständig und auch weise. Und sie sagen mir auch, wenn ich mal wieder meine fünf Minuten habe. Wir lernen voneinander.

In den letzten Wochen beschäftigt es mir sehr, wer Gott eigentlich ist. Brauch ich ihn überhaupt? Braucht er mich überhaupt? Wie tickt er? Was weiß er? Was denkt er? Was fühlt er? Was ist sein Lieblingsessen und seine Lieblingsmusik?
Hört er mir gerne zu, wenn ich Klavier spiele oder die Gitarre auspacke? Freut er sich, wenn ich zur Ukulele oder dem Cajon greife? Oder stopft er sich schnell Wolkenfetzen in die Ohren?

Was mich auch sehr beschäftigt ist, was Gott wohl in den Momenten meines Lebens gemacht hat, als ich in großer Not war. Was hat er empfunden? Gedacht? Gesagt?
Als er uns Menschen erschaffen hat, hatte er da auch den tiefen Schmerz präsent, den wir Menschen uns gegenseitig zufügen? Fühlte er die Einsamkeit eines Alkoholikers, der alles verloren hat? Erlebte er die panische Angst eines Jungen, der von seinem Onkel wieder und wieder vergewaltigt wird? Spürte er den Ekel des Mädchens, das nachts von ihrem Vater zum Sex gezwungen wird? Empfand er die Fassungslosigkeit der Familie, die im Krieg ihre Kinder verlor?

Wenn ja: warum nahm er das alles in Kauf und schuf uns dennoch? War es zu spät um das Projekt Schöpfung abzubrechen? Später setzte er die Erde mit der Sintflut ja doch auf Neuanfang zurück.

Wenn nein: konnte er sich das alles nicht ausmalen? Dachte er nicht so weit? Hatte er die rosarote Brille auf und konnte nur die für ihn freudigen Momente sehen?

Tja, es wird wohl keine Antwort geben für mich. Viele Christen versuchen solche Fragen tot zu schweigen. Doch deswegen sind sie noch lange nicht tot. Ich glaube, ich sollte mich diesen Gedanken stellen und Gott ein Loch in den Bauch fragen.

Vielleicht ist er ja – trotz allem – der gute Gott, der die Menschen liebt.

Gnade – wenn man nicht bekommt, was man verdient hat.

Gestern wollte ich vormittags mit dem Bus und der Bahn in die Stadt fahren. Da ich aktuell mal wieder pleite bin, wollte ich einfach mit einem alten, nicht mehr gültigen Ticket fahren. Also schwarz und alles andere als jesus-like.

Der Busfahrer lies mich durch, doch im Bus war ein extra Kontrolleur. Tja und er kontrollierte auch mich und deckte den Schwindel auf.
Er wollte wissen, warum ich das mache.
Ich schluckte meine aufsteigenden Tränen hinunter und antwortete einfach ehrlich, dass ich kein Geld habe.

Der Kontrolleur fragte mich, wieso ich nicht einfach beim Busfahrer gefragt hätte, ob er mich ausnahmsweise so mitnehme und reichte mir ein Taschentuch für die nun doch hervor blubbernden Tränen.

Ich rechnete fest damit, dass ich nun ein Bußgeld zahlen und den Bus verlassen müsse.

Doch nichts dergleichen.

Wortlos zog der Kontrolleur seinen Geldbeutel hervor, legte 2,10€ beim Busfahrer auf die Geldkassette und reichte mir dann den Fahrschein.

Immernoch bin ich sprachlos. Über diese Großzügigkeit. Diese Gnade, nicht das bekommen zu haben, was rechtens gewesen wäre und was ich auch verdient gehabt hätte.

Wir denken oft, dass es Gnade ist, dies und das und jenes zu bekommen, zu haben, zu ergattern. Egal ob materiell, monetär oder geistlich und geistig. Doch wenn man es genau nimmt, ist Gnade, dass wir nicht bekommen, was man verdient.

Ich halte mich oft für einen Gutmenschen. Größenwahnsinnig. Retterin der Nation. Denn ich bin ja so und so und so. Habe dieses Können, Wissen, diese Talente.
Aber wenn ich mich ehrlich betrachte. Ausschließlich darauf schaue, was ich aus eigener Anstrengung und eigenem Vermögen geschafft und hervorgebracht habe… das ist wirklich nicht viel.

Schweres Herz

Heute ist mein Herz schwer. Ich kann es nicht genau benennen, warum sich diese Melancholie über mein Herz legt.

Vielleicht ist es eine Mischung. Eine Mischung aus all den Dingen, die mich bewegen. Meine Mitbewohnerin ist heute ausgezogen. Bald ziehe ich in eine andere WG um. Ein Freund ist gestorben. Die Finanzen drücken. Therapieinhalte beschäftigen mich. „Reibungen“ mit meiner Familie. So vieles.

Nein, heute mag ich nicht positiv denken. Heute mag ich mich ins Bett verkriechen und ein Hörspiel hören.

Und ich stelle mir die Frage, ob es irgendwann noch einmal besser wird. Natürlich gibt es mal bessere, mal schlechtere Tage. Aber werde ich jemals gesund werden? Jemals unbeschwert leben können?
Ich weiß es nicht. Viel Hoffnung habe ich heute nicht. Auch wenn ich sehe, welche Schritte ich bisher schon gegangen bin.

Nicht mal die Menschen, die in meinem Herzen am engsten an mir dran sind, halten mich für fähig, mit anderen Menschen zusammen zu leben. Sie werfen mir vor, immer noch zu lügen und mich dem Leben mit seinen Facetten nicht ehrlich und aufrichtig zu stellen.

Auf der einen Seite frage ich mich, ob diese Personen es überhaupt beurteilen können, da wir uns schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen haben. Auf der anderen Seite grübel ich darüber nach, was an dieser Kritik wirklich dran ist.

Ich komme nicht weiter. Setze es auf meine Liste, die ich mit zur Therapie nehme.

Für heute jedenfalls, stelle ich das Grübeln ein und suche ein Hörspiel raus.

Das Leben in verbuchwechselstabt

Immer wieder wache ich nachts auf und habe Kämpfe – mit mir, den Dämonen der Nacht und der Dunkelheit meiner Selbst. Kämpfe, in denen mich die Angst schier zerreißt. In denen ich Gefahr wittere. Dunkle Schatten in meinem Zimmer sehe.

Momente, in denen meine Gedanken immer schneller kreisen, bis ein Tornado entsteht.

Da bin ich nur noch klein, fett, hässlich, dumm, unfreif, faul, schwach, hilflos. Erfüllt mit Selbsthass und Hass auf Gott und die Menschen. Mit der Rasierklinge zerfetze ich mir die Haut. Schlage mit dem Kopf gegen die Wand. Denke über Suizid nach.
Und all die Giftpfeile, die meine Gedanken abschießen, treffen mich im tiefsten Inneren.

Und ich vergesse, dass all das Teile in mir sind – aber nicht die Hauptsachen. Ich verwechsel die Buchstaben meines Lebens. Verbuchwechselstabe sie.
Gott hat mich geschaffen. Klein und irgendwie auch verpeilt und manchmal ziemlich doof. Aber ich muss nicht so bleiben wie ich bin. Auch wenn ich mir Dinge angeeignet oder sie sich entwickelt haben in mir, meinem Leben, meinem Denken, Fühlen und Handeln. Dann muss das nicht so bleiben.
Gott gibt mir die Möglichkeit zur Veränderung.

Ich bin nicht machtlos und hilflos.

Ich bin geliebt. Unterstützt und nicht allein.

Klar ist das Leben manchmal ein Arschloch. Anstrengend. Gemein. Hinterhältig.
Doch wir sind keine Verlierer. Sondern Beschenkte.

Eiszeit, Hitzewallungen und das Feuerzeug

So, nun – nach langer langer Zeit – schreibe ich hier auch mal wieder.

Hier im Saarland hat die Eiszeit begonnen. Mit bis zu -10 Grad ist sogar die Saar zugefroren. Wir haben hier in der WG ja einen schönen Holzofen, mit dem wir überwiegend das Haus heizen.
Vor ein paar Tagen schließlich machten Mini- MB und ich Feuer, doch es wollte nicht so richtig brennen. Also sah ich noch ein paar Mal nach der Flamme und mit schließlich 4 Anzündhilfen gelang es mir, das Feuer zum Brennen zu bringen.

Meine Mitbewohner saßen am Esstisch und aßen. Ich saß gemütlich in unserem Lümmelsessel. Füße auf dem Lümmelhocker. Und wir genossen die wohlige Wärme, die sich ausbreitete.
Auf einmal gab es einen lauten Knall, ein Zischen und im Ofen eine Explosion. Stichflamme. Der Deckel des Ofens hob sich, Flammen schlugen rechts und links heraus.
Und wir erschraken.

Stundenlang hirnten wir, wie es dazu kommen konnte. Feuchtes Holz? Schimmelsporen? Rußentzündung? Wir einigten uns auf feuchtes Holz.

Einen Tag später machte meine Mitbewohnerin den Ofen von der Asche sauber – nach der Explosion brannte das Feuer wundersam fleißig. Sie sah auf die innere Ablage des Ofens und kratzte etwas ab.

Nach genauerer Betrachtung fand sie heraus, dass das ein explodiertes, geschmolzenes Feuerzeug sei.
Ich hatte wohl vergessen, dass ich das Feuerzeug dort abgelegt hatte, als ich die Anzündhilfen anzündete. Ups.

Zum Glück ist weder das Wohnzimmer schwarz, noch uns was passiert! Danke Gott für diese Bewahrung!!!

Neustart

Nun schreibe ich doch schon – vor Mitte Januar. Mir kam heute ein Gedanke und dann ein Bild auf facebook.
„Das Buch 2017 hat 365 leere Seiten – nun ist es an dir, sie gut zu füllen.“

Das Jahr 2017 ist in sofern ein besonderes Jahr, als dass es viele schöne und besondere Ereignisse gibt.

Meine beiden Schwestern erwarten beide ein Kind.
Meine Cousine heiratet kirchlich – mit mir als Trauzeugin.
Die Frau meines Cousins bekommt ein Baby.
Meine Oma wird 80.
Ein guter Freund wird 80.
Ich werde 30.

Es blüht der Baum der Hoffnung in mir. Auch wenn es mir die letzte Zeit überwiegend gut ging, gab es Momente, Tage, Nächte, an denen ich innerlich zerissen und schlaflos im Zimmer hin und her lief und weinte. Rückfälle hatte. Kämpfe ausfocht.

Die Hoffnung in mir ergibt sich aus dem Rückblick ins vergangene Jahr. Ein Jahr voller Tiefen, Höhen, Rück- und Fortschritte. Doch seit ich hier im Saarland zur Therapie bin, mache ich kleine, einzeln fast unmerkliche Fortschritte.
Vergangenen Freitag saß ich abends um 17.30Uhr bei meiner Ergotherapeutin. Und ich gestand ihr all die unguten Gedanken udn Gefühle, die mich umtrieben. Ich fühlte mich verloren in mir, in der Welt, überhaupt.
Frau Schneider begann dann aus dem Stehgreif, mir einige Fortschritte aufzuzählen und vor Augen zu führen. Als ich daraufhin den Kopf schüttelte, weil ich diese Fortschritte nicht so sehen konnte, schimpfte sie mit mir.

Ich denke seitdem öfter über Frau Schneiders Worte nach. Und ja, sie hat Recht!

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Menschen bedanken, die mit mir den langen Weg im Jahr 2016 gegangen sind. Diejenigen, die mich begleitet haben, unterstützt haben, geliebt haben, ermahnt und erzogen haben.

Danke an Gott – dass du mich liebst, aushältst, mit mir weinst und dich mit mir freust!
Danke an meine Familie – dass ihr mich liebt und mit mir hofft!
Danke an meinen Hauskreis – dass ihr mich liebt und mich so sehr unterstützt!Danke an meine WG – dass ihr mich aushaltet, erzieht und für mich da seid!
Danke an Frau B.- B. – dass Sie ehrlich und direkt sind und mit mir durch das Tal gehen!
Danke an Frau Schneider – dass Sie mich aushalten und vertrauen!

Und es gibt noch so viele Menschen, denen ich zu Dank verpflichtet bin.

Gott möge euch segnen!

Eure Ines

SENDEPAUSE

Hallo ihr Lieben!

Wie ihr seht, habe ich schon lange nichts mehr geschrieben. Hier war einiges los und ist noch einiges los.

Ich werde ab Mitte Januar wieder berichten 🙂 regelmäßiger und ausführlicher.

Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen!

Bleibt dran!

Eure Ines

Neuanstrich

Gestern haben wir in der WG das Esszimmer abgeklebt, weil wir heute streichen wollten. Die Wände waren schon angegraut, vermackt und mit zahlreichen Flecken übersät. Zu dritt schwangen wir gestern die Abdeckfolie, Zeitungspapier und Klebeband um alles Tropf- und Spritzsicher zu machen.
Heute wollten M. und ich dann streichen. Nachmittags. Denn von 10Uhr bis 13Uhr hatte ich Dienst im Buchladen. Dieser zog sich dann noch bis 15Uhr und bis ich zuhause war, war es schließendlich 17Uhr.
Und M. war schon fertig mit streichen.

Gemeinsam räumten wir noch auf, den Esszimmerschrank wieder ein, putzten und schafften Ordnung.

Dass Esszimmer sieht aus wie neu: Wände weiß, Decke weiß, neuer Esstisch mit neuen Stühlen. Wow.

Nun sitze ich in meinem Zimmer und sehe mich um. Chaos. Überall steht was rum. Weihnachtsgeschenke, Musikinstrumente, Werkzeugkoffer. Ich raffe mich zusammen und beginne Ordnung zu schaffen.

Ein Bild hänge ich an die Wand, Kabel rolle ich zusammen, die Handcreme kommt ins Bad. Hin und her wusel ich und spüre in mir eine immer stärker werdende Unruhe.

Ich halte inne. Spüre nach.
Was ist es, das in mir tobt?

Ich denke an das Gespräch mit meinem Pastor heute Vormittag zurück. Wir kennen uns noch nicht lange und auch nicht gut. Doch aus ihm sprach Jesus zu mir.
Er sagte, ich solle an Gott dran bleiben. Die Hoffnung nicht aufgeben. Gott führe mich und geht mit mir den Weg.

Ja. Danach habe ich Sehnsucht.

Sehnsucht, Gott als Vater zu erleben. Sehnsucht, Gott als Vater zu lieben. Sehnsucht, Gott überhaupt zu lieben – um seiner selbst Willen!

Ich sehne mich nach einem Neuanstrich.

Weiß im Esszimmer.
Weiß im Herzen.
Weiß in der Seele.
Weiß in meinem Denken.
Weiß in meinem Leben.