Die Krisenkreisel in meinem Kopf

Es ist kurz vor halb zwei nachts und in meinem Kopf herrscht ein munteres Treiben düsterer Gedanken.

Der Tod meines Vaters beschäftigt mich.
Der Umgang meiner Oma mit mir in dieser Sache beschäftigt mich.
Die zerbrochene Freundschaft zu Gabriele und Klaus beschäftigt mich.
Meine Finanzen beschäftigen mich.
Meine Arbeitssituation beschäftigt mich.

Alles brüllt „hier!“ und ich weiß nicht, was ich tun soll.

Ich fühle mich gelähmt. Innerlich.

Ab und zu laufen mir Tränen über mein Gesicht. Aber innerlich fühle ich mich irgendwie… dumpf. Eigentlich möchte ich schlafen. Doch ich kann nicht schlafen.
Schon lange nicht mehr. Vier oder fünf Wochen vielleicht.
Ich schiebe es auf die Medikamentenumstellung.

So richtig weiß ich nicht, wo ich anpacken soll, um die Kurve zu kriegen.
Auf keinen Fall soll es jetzt schon wieder bergab gehen.
Nein.

Ich versuche, in der Realität, im Hier und Jetzt zu sein und zu tun, was zu tun ist.
Morgen hab ich ein Vorstellungsgespräch.
Ich habe mich darauf vorbereitet. Ich will diese Arbeitsstelle.

Plan? Vielleicht wäre das ne gute Idee. Einen Plan machen.
Ich krame den Wochenplan wieder raus und schiebe meine Termine hin her. Spiele Termintetris. Obwohl ich nicht so viele Termine habe, kommt es mir vor, als ob ich nur unterwegs sein muss diese Woche.

Aber das ist vielleicht ganz gut so.

Ja, Struktur hilft gegen das Wirrwar in meinem Kopf.
Vielleicht wird aus dem Chaos in meinem Kopf ja bald ein Chor.

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