5 vor 12

Die Redewendung „Es ist 5 vor 12“ kennt wohl jeder irgendwie.

Ich hatte gestern ein 5 vor 12 – Erlebnis: der Gang auf die Waage.
Dabei habe ich nicht 5 vor 12, sondern 500 vor 100 erlebt. Nur noch 500 Gramm und ich habe 100 Kilo auf den Rippen

In den letzten Wochen habe ich meine Gewichtszunahme schon bemerkt. Mein Herz spinnt mehr als sonst, die Lunge muss mehr tun als sonst – selbst bei kleinsten Anstrengungen, die Hosen passen plötzlich ohne Gürtel und meine Shirts sind statt légère jetzt eher so in Richtung figurbetonend.

Ups!

Also was tun? Also was tun!

Für mich ist klar, dass Abnehmpillen, Abführmittel, Erbrechen und Hungern nicht in die Tüte kommen. Hab ich alles schon durch – und gebracht hat es Null!
Das einzige, das mir wirklich Spaß gemacht hat und auch wirksam war, war tatsächlich Sport.
Eigentlich jogge ich total gern, schwimme, spiele richtig gern Volleyball, Fußball und Faustball. Klettern und Federball sind richtig klasse!

Wer mich sieht, wird das vermutlich nicht von mir denken. In den letzten Jahren hab ich so gut wie keinen Sport gemacht. Höchstens Rittersport und Prinzenrolle. Aber joggen? Klettern? Schwimmen? Nö!

So richtig weiß ich nicht, wie ich anfangen soll mit dem Abnehmen. Vermutlich mit dem ersten Kilo. Fitnessstudio kommt genauso wenig wie die Kotzerei in Frage. Dazu liebe ich die Freiheit in der Natur zu sehr. Außerdem lebe ich hier in einem Ort mit direktem Waldanschluss – was will ich mehr?

Aber mit 50 Kilo Übergewicht joggen gehen? Ich glaube nicht, dass meine Knie und mein Herz das lange mitmachen.
Doch ein Hund? Kann ich mir den ausleihen irgendwo?
Als ich 2005 zu einem Praktikum auf der Insel Föhr war, bin ich jeden Tag zweimal je mindestens 2h mit den beiden Hunden spazieren gegangen. Mit dem Ergebnis, dass ich in 4 Wochen 18 Kilo abgenommen habe. In den folgenden 6 Wochen habe ich nochmals 10 Kilo abgenommen durch den Ferienjob und die dezent portionierten Mahlzeiten meiner Oma.

Also ist es ja eigentlich nur logisch, dass ich mich bewegen muss. Und zwar in einem Maß, das ich auch dauerhaft halten kann.
Täglich 2 Stunden spazieren zu gehen ist utopisch. Aber ich plane mir 20 Minuten pro Tag ein, in denen ich mich bewusst und aktiv bewege. Fenster putzen, spazieren, Gymnastik,…

Nun brauche ich noch einen Zieleplan.

50 Kilo sind eine Menge Holz. Ich muss mich quasi einmal halbieren.

Weja.

Was ist realistisch? Klar will ich die 50 Kilo so schnell wie möglich abnehmen. Aber eben auch so nachhaltig wie möglich. 5 Kilo im Monat klingt nicht so viel. Aber es überfordert mich vermutlich.
Also plane ich 1 Kilo pro Monat abzunehmen und zu halten.
Das heißt, bis zum 31. Dezember möchte ich 9 Kilo weniger haben.

Der Gedanke, dass ich auf diesem Weg über vier Jahre brauche, um die 50 Kilo abzunehmen, ist gruselig. Doch der halbe Zentner ist ja auch nicht in einem Jahr entstanden. Ja, wie lange hab ich mir den denn eigentlich angefressen?

Wenn ich mir so mein Fotoalbum anschaue, ist es nicht ganz einfach den Zeitraum zu entdecken. Ich schätze mal, dass es so mit ca. 10 Jahren begonnen hat.
Nun… das sindüber 20 Jahre, da geb ich mir gerne die 4 Jahre zum Abnehmen.

So – let’s go!

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