Der erste Weg zur Besserung

„Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.“ So sagt ein deutsches Sprichwort.

In dieser Hinsicht ist mein Weg zur Besserung wohl ziemlich lange. Denn erkannt habe ich sehr schnell sehr vieles. Doch vom Hirn zum Handeln – das scheint eine meilenweite Reise zu sein, begleitet von Fortschritten, Rückschritten und Stellentritten.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich damit, wieso ich so faul bin und eigentlich keinen Bock habe zu arbeiten.
Ergebnis: meine innere Einstellung ist nicht auf Arbeit eingestellt. Und statt von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt zu sein wie Marilyn Monroe, bin ich von Kopf bis Fuß auf Bequemlichkeit eingestellt.

Ich scheue mich davor, mich anzustrengen. Etwas gegen mein Gefühl zu tun.

Seit Wochen habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie man seine innere Einstellung verändert. Und ich kam nicht weiter. Ständig habe ich gehirnt und gehirnt und gehirnt. Doch verändert hat sich in meinem Leben nichts. Zumindest nicht nach vorne.
Ich habe meinen Gefühlen immer mehr Raum gegeben und habe mich selbst mit ihnen betrogen und hinters Licht geführt.

In meinem gestrigen Gespräch mit meiner Therapeutin dann, erklärte sie mir, dass es drei Anteile in uns Menschen gibt: der Verstand, der Wille und das Gefühl.
Sie zeigte mir auf, dass man die innere Einstellung ändert, indem man dem Gefühl mit dem Willen entgegentritt und sagt „ich WILL pünktlich aufstehen!“ Und der Wille wird aktiviert über den Verstand. Dadurch, dass man mit dem Verstand argumentiert und im Hier und Jetzt ist, entwickelt sich ein Wille, etwas zu verändern.
Und diesen Willen muss ich aufbauen und meinen Gefühlen damit entgegen treten.

Heute morgen hat das ganz gut funktioniert und ich bin pünktlich aufgestanden. Nun will ich täglich in allen Situationen damit arbeiten. Verstand, Willen und Gefühl punktgenau und richtig einsetzen.

Es hat mich gestern schon etwas überrascht, als meine Therapeutin sagte, ich lasse mich sehr von meinen Gefühlen leiten.
Denn eigentlich empfinde ich keine Emotionen in mir.
Nun forsche ich nach, wie Emotionen sich zeigen und sich anfühlen. Wie sie sich bei mir zeigen und sich für mich anfühlen.

Vermische ich Gefühle mit etwas und denke nur, es seien keine Gefühle?

Bericht folgt.

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