Sinnlos

Ich sitze hier im Buchladen und denke nach. Mein Leben fühlt sich aktuell wie ein Schrotthaufen an. Schulden, Insolvenz, ohne Job und dazu noch Verhaltensmuster, die ich dringend abstellen muss.

Klar, ich bin hier im Ehrenamt. Gebe PC- Kurse. Schreibe Werbetexte.

Aber in mir drin fühlt sich das nicht wie eine Einheit an. Eher sehr zerfleddert und zerrupft. In meiner Wohnung sieht es aus wie nach einem globalen Treffen der Familie Tornado. Und in meinem Kopf ist es nicht anders.

Chaos. Durcheinander.

Selbst meine Gefühle sind durcheinander. Dabei hab ich doch eigentlich keine. Oder will ich keine haben.

Ich check’s nicht mehr.

Aber ich bin 32 Jahre alt. Muss für meinen Lebensunterhalt sorgen. Endlich meine beschissene Finanzlage in den Griff kriegen.

Im Bus spreche ich ein flehendes Gebet zu Gott. Versuche, seine Antwort zu hören. Doch es ist still. Tränen steigen auf. Ich unterdrücke sie. Im Bus flennen kommt nicht so gut.

Ich warte. Auf ein Flüstern. Auf einen zarten Hauch.

Ist da noch Hoffnung in mir?

Glaube? Liebe?

Ja, irgendwie schon.

Ich habe schon andere Situationen gemeistert.

Eine Freundin sagte zu mir „du musst kein Opfer mehr sein. Jesus ist das Opfer.“

Wow, was für eine Weisheit! Und ja, sie hat Recht!

Ich muss und will und werde kein Opfer mehr sein.

Amen!

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