Das Leben in verbuchwechselstabt

Immer wieder wache ich nachts auf und habe Kämpfe – mit mir, den Dämonen der Nacht und der Dunkelheit meiner Selbst. Kämpfe, in denen mich die Angst schier zerreißt. In denen ich Gefahr wittere. Dunkle Schatten in meinem Zimmer sehe.

Momente, in denen meine Gedanken immer schneller kreisen, bis ein Tornado entsteht.

Da bin ich nur noch klein, fett, hässlich, dumm, unfreif, faul, schwach, hilflos. Erfüllt mit Selbsthass und Hass auf Gott und die Menschen. Mit der Rasierklinge zerfetze ich mir die Haut. Schlage mit dem Kopf gegen die Wand. Denke über Suizid nach.
Und all die Giftpfeile, die meine Gedanken abschießen, treffen mich im tiefsten Inneren.

Und ich vergesse, dass all das Teile in mir sind – aber nicht die Hauptsachen. Ich verwechsel die Buchstaben meines Lebens. Verbuchwechselstabe sie.
Gott hat mich geschaffen. Klein und irgendwie auch verpeilt und manchmal ziemlich doof. Aber ich muss nicht so bleiben wie ich bin. Auch wenn ich mir Dinge angeeignet oder sie sich entwickelt haben in mir, meinem Leben, meinem Denken, Fühlen und Handeln. Dann muss das nicht so bleiben.
Gott gibt mir die Möglichkeit zur Veränderung.

Ich bin nicht machtlos und hilflos.

Ich bin geliebt. Unterstützt und nicht allein.

Klar ist das Leben manchmal ein Arschloch. Anstrengend. Gemein. Hinterhältig.
Doch wir sind keine Verlierer. Sondern Beschenkte.

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2 Gedanken zu “Das Leben in verbuchwechselstabt

  1. Manuel 15. Februar 2017 / 13:00

    Wir alle haben durch unser Umfeld und durch Lehren, die wir hören, gewisse Prägungen und Vorstellungen bis hin zu frommen Traditionen, die unsere Blickrichtung beeinflussen und uns vielleicht in die falsche Richtung blicken lassen und die unsere geistlichen Erkenntnisse blockieren! Kein Wunder, wenn wir dann auch gewisse Bibelstellen nicht verstehen können! Sagte nicht Jesus selbst in Matthäus 18,3: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder (die alles im kindlichen Glauben vorurteilsfrei annehmen), so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen?“Machen wir es doch auch so wie Johannes, indem wir bereit sind, uns umzuwenden und unsere Blickrichtung und unsre Denkweisen aufzugeben und allein Gottes Wort zum geistlichen Maßstab zu erwählen und Ihm ganz zu vertrauen!

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