Die Liebe Gottes

Seit zwei oder drei Tagen geht es mir wieder richtig schlecht.

Ich schaffe es nicht, rechtzeitig aufzustehen.
Die Angst vor Menschen lähmt mich dermaßen, dass ich es kaum schaffe, mein Zimmer zu verlassen. Und dennoch muss ich dringend zum Doc. Rezepte, Krankmeldung und Überweisung abholen. Außerdem hab ich mir vergangenen Samstag mit dem Beil beim Holzhacken in den Finger gehauen. Autsch…

Gestern fand ein Vortrag bei PourVie active e. V. hier in Saarbrücken statt. Mit Thierry Kopp.
Thierry Kopp ist ein ehemaliger Drogenhändler, Zuhälter und Menschenhändler… bis er Gott getroffen hat. Heute ist er ein Mann Gottes, der die Liebe Jesu ausstrahlt.

Seine freie und natürliche Art bewegt und steckt an und weckt Sehnsucht.

Gestern ging es um das Mutterherz Gottes. Ich wollte auf die Veranstaltung und doch auch nicht und doch wollte ich und doch nicht. Die Panik zerriss mich fast. Dazu hätte ich laufen müssen, da ich kein Busgeld hatte und keine Fahrkarte.
Alle angefragten Mitfahrgelegenheiten hatten mir abgesagt.
Enttäuscht saß ich heulend vor dem Klafünf. Mein Herz stach tatsächlich in meiner Brust.
Als das Handy klingelte geriet ich in eine Diskussion, dass ich mir Geld leihen sollte für den Bus. Nachdem ich aufgelegt hatte, war ich noch tiefer in meinem Selbstmitleid und Enttäuschung. Weder hielt ich mich an meine Absprache, nach Geld zu fragen bei der Mitbewohnerin, noch war ich bereit, die Sache Gott abzugeben.

Da klingelte mein Handy ein zweites Mal. Und ich bekam die Information, dass ich abgeholt werde.

Zerrissen in mir und in meiner Angst saß ich da und grübelte ob ich tatsächlich dort hin sollte oder mich zuhause verschanzen sollte. Ich zog mich an und ließ mich abholen.

An der Veranstaltung angekommen, musste ich mich in die ZWEITE Reihe setzen – genau mein Ding. *Ironie off*
Thierry sprach gerade darüber, dass Gott Liebe sei. Und Gnade. Und Liebe. Er habe keine Liebe, er SEI die Liebe.

Ich kann mich an nichts mehr erinnern von Thierrys Worten, nur noch an diesen Satz „Gott ist Liebe. Er füllt dich mit Liebe. Du kannst Liebe weitergeben.“

Auch heute denke ich noch darüber nach.
Fühle mich nicht voller Liebe.
Doch weiß ich, dass ich weiß, dass ich geliebt bin?
Darüber hab ich noch nicht nachgedacht.

Welche Wahrheit glaube ich?

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