Pleiten, Pech und Päckchen

Auch heute geht es mir nicht gut. Die Depression überflutet mich irgendwie. Da ich keine Termine habe heute, ist es egal ob ich dusche, Zähne putze oder einfach im Bett vor mich hin stinke.

Ich warte auf ein Päckchen – schon seit Donnerstag. Auch heute wird es nicht kommen. Gut, dass ich das heute morgen noch nicht weiß. Wartend hocke ich in meinem Zimmer. Ich bin sogar aufgestanden und hab das morgendliche Grundtuning über mich ergehen lassen.

Doch kein Päckchen.

Ein Freund hatte mir Geld überwiesen.

Doch kein Kontozugang.

Und jetzt? Kein Geld. Kein Essen. Keine Zigaretten. Nichtmal mehr Klopapier haben wir im oberen Bad. Ich muss dringend einkaufen gehen.

Meine Mitbewohnerin ist etwas sauer auf mich. Weil ich das gemeinsame Brot so viel esse. Und bisher keines beigesteuert habe. Ich konnte nicht. Bin schon seit 2 Wochen pleite.

Als sie mich später fragt, ob ich pleite sei, breche ich in Tränen aus. Jetzt erst merke ich, wie bemüht ich war, das alles zu verbergen. Ich schäme mich. Und ich bin wütend auf mich. Das ewige Thema Geld. Wann lässt es mich endlich los? Wann lerne ich endlich, mit Geld gut umzugehen.
Wir haben ein gutes Gespräch. Sie bietet mir Hilfe an. Und hat Verständnis.

Ich merke, dass man manchmal einfach offen kommunizieren muss. Sonst entstehen Missverständnisse. Und ich trage dieses Lernfeld in meine Liste ein.

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