Wenn das Leben schmerzt…

Es ist schwer. Die Therapie kostet mich unheimlich viel Kraft. Gestern lag ich den ganzen Tag nur im Bett und hab geschlafen. Bin geflüchtet vor der Realität.

Oft ist es schwer, mich selbst auszuhalten. Mich… mit all meinen Erlebnissen, Macken, Tiefen, Höhen, Verletzungen. Wann ist es genug? Wieviel muss ich aushalten? Wieviel kann und will ich aushalten?

Nicht nur die Therapie macht mir zu schaffen. Nein. Ein Freund ist gestorben. Mit seinen 33 Jahren kaum älter als ich. Er war krank und vielleicht ist es besser so für ihn. Egoistische Gedanken kreisen in  meinem Kopf. Ist es auch besser für mich? Es ist gemein, dass er diese Welt verlassen musste. Er hatte noch Träume, Wünsche, Visionen, Ideen. Und  jetzt? Alles vorbei. Einfach so.

Ich vermisse ihn.

Meine WG- Mädels bemerken, dass etwas nicht in Ordnung ist mit mir. Sie fragen nach. Will ich drüber reden? Nein. Ja. Doch. Schon irgendwie. Sie sind aufmerksam und feinfühlig. Es tut gut, sie in meiner Nähe zu wissen, wo doch meine Familie und meine engen Freunde so weit weg sind von mir.

Ich habe Heimweh. Heimweh nach meinen Eltern und Geschwistern samt Kind und Gatte.

Und auch Heimweh nach Gott. Ich möchte wieder bei ihm ankommen. Mich geborgen wissen in ihm. Und zwar nicht erst, wenn ich gestorben bin, nein, auch jetzt schon, wenn ich mit mir selber ringe und dem Leben hinterherjage.

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