Umzugschaos und Packservice

Mitten in meiner Überforderung und den depressiven Anflügen bin ich herausgefordert, einen Umzug zu organisieren und zu stemmen. Mein Kopf ist voller Krimskrams und unfähig, geordnet zu denken.

Ina und Jutta haben sich heute angemeldet, um mir beim Packen zu helfen. In meiner Wohnung sieht es aus wie nach einem globalen Tornadotreffen.

Ich schäme mich.

Der Boden ist schon lange nicht mehr gesaugt worden, vom wischen ganz zu schweigen. Die Wollmäuse flusen durch die Bude und der Staub hat sich schon recht gut eingelebt. Bevor die beiden kommen, sauge ich wenigstens noch schnell das Bad, damit es nicht ganz so schauderhaft wirkt, wie es eigentlich ist.

Durch meine Arbeit, die Depression, die vielen Termine in letzter Zeit, blablabla bin ich ständig erschöpft und könnte schlafen bis zum Umfallen… also wenn ich stehend schlafen würde bis zum Umfallen. Es fällt mir schwer in Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden zu bleiben. Mich abzukapseln, krankschreiben lassen und schlafen – das würde ich gerne tun. Doch ich weiß- es hilft mir nicht in letzter Konsequenz. Außerdem piept das Handy ständig. Die Familie meldet sich. Freunde melden sich. Das ist schön und tut mir gut. Zu wissen und zu erleben und spüren: ich bin nicht allein. Da sind einige Menschen, die gehören zu mir, meinem Leben. Und zu denen gehöre ich mit meinem Leben. Die mögen mich wie ich bin, wer ich bin.

Ja, ich bin nicht immer einfach. Ich weiß das. Und deshalb erstaunt es mich immer wieder aufs Neue, dass es Menschen gibt, die mich einfach lieb haben. Mein kleiner Freund Mathies (5) sagt ganz oft zu mir „Ines ich lieb dich“. Es tut gut das zu hören und zu spüren.

Wie gehe ich in diesem Punkt eigentlich mit anderen Menschen um? Sage ich ihnen, dass ich sie lieb hab? Lobe ich sie für gute Arbeit? Bedanke ich mich für Hilfe, Vorarbeiten und Kleinigkeiten? Zeige ich ihnen mit einem Lächeln, dass sie zur Sonne in meinem Herzen gehören?

Ich möchte freundlicher werden mit den Menschen, die mich umgeben. Auch zur doofen Kollegin und zum pampigen Nachbarn will ich nett sein. Nicht nur, weil Jesus sagte, wir sollen unsere Nächsten und sogar unsere Feinde und nochmal sogar uns selbst lieben. Sondern weil es meinen Tag erhellt und es mir gut tut, anderen Gutes zu tun. So oft habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich für die Menschen bete und sie segne (also Gutes über sie ausspreche), die mich nerven… dass sich dann etwas radikal verändert – zum Positiven!

Ich wünsche dir und mir, dass wir die Freude am Freudebereiten wieder entdecken und unsere kleine Welt dadurch ein bisschen sonniger machen!

Liebe Grüße,
deine Ines

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